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Chaostrip Schweden Herbst 2006

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Chaostrip Schweden Herbst 2006
Der zweite Tag
Das Chaos nimmt Gestalt an
Rein nach Stockholm!
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Oder:
Die drei wohl unkompetentesten Jugendlichen 2000km durch Südschweden.
Unsere erste richtige Reise auf eigene Faust.

Wir, das sind Horst, Fabian und Daniel



Bereits bevor ich meinen Führerschein machte, haben Fabian und ich uns überlegt eine Reise zu unternehmen. Zwar waren unsere Ziele zunächst nur im Inland, aber auf der Suche nach Abenteuer, Einsamkeit und atemberaubenden Landschaften zog es uns dann doch nach Schweden.

Wie beckemeier-web.de zu entnehmen ist, sammelte ich schon zuvor Erfahrungen mit den skandinavischen Ländern und der Lebensart der dort wohnenden Menschen.
Skandinavien zog mich seit jeher in seinen Bann. Ich persönlich bin jemand, der sich, nicht zuletzt aufgrund meiner Hobbys und meines Berufs, eher zum Wasser als in die Berge gezogen fühlt.

Unsere Eltern waren natürlich zuerst beunruhigt. Ein Fahranfänger allein im Ausland mit einem nicht gerade untermotorisierten Auto.
Nach einigen Verhandlungen konnten wir sie dann überzeugen. Zweifelsohne ein großes Vertrauen, das uns da entgegengebracht wurde.

Die Tour war ursprünglich so geplant, mit 4 Leuten in einem Auto zu reisen, damit die Fähr- und Benzinkosten für den einzelnen niedriger bleiben. Eine Person konnte allerdings nicht teilnehmen, weshalb sich die Durchführung unseres Plans schon fast als unmöglich darstellte. Das Geld war wie immer knapp. 250 € sollten inklusive Fähren und Benzin nicht überschritten werden. Vom Urlaubsfieber gepackt wollten wir unser Vorhaben nun allerdings nicht von einer unzuverlässigen Person kippen lassen. Wir rechneten uns die Köpfe heiß und entschlossen auch mit weniger Geld in Schweden klar kommen zu können. Pro Person standen uns letztlich in Schweden dann noch 100€ für 12 Tage zur Verfügung.
Später sollte sich herausstellen, dass dieses Geld einfach nicht reichte. Wir griffen also auf die Sicherheitseinlage bei einer deutschen Bank zurück.

 




Schließlich ging es dann an einem Samstag morgen los. Bereits beim Einpacken bemerkten wir, dass eine Fahrt mit vier Personen aufgrund des Gepäcks und des uns zur Verfügung stehenden Platzes niemals realisierbar gewesen wäre. Zu dritt zu fahren war eine goldrichtige Entscheidung.

Mein Wecker klingelte an jenem besagten Samstag um 05:00 Uhr. Anziehen, allen Tschüss sagen, ein komisches Gefühl bekommen und Fabian abholen. Um 05:45 Uhr erreichten wir Horst, der in der Einfahrt schlief, da er noch bis 03:00 Uhr gefeiert hatte. Dies war der Moment an dem mir bewusst wurde: "Das wird ein *Höllentrip*".

Autobahnfahrt, herrlich, kaum Verkehr, die Strassen frei, 180km/h konstant. Vor uns lagen fast 2 Wochen Spaß und vor allem KEINE AUFGABEN.

Die Fähre verließ Travemünde pünktlich um 12:00 Uhr.


Nach der Ankunft um 17:00 Uhr fuhren wir zunächst weiter, mit dem Ziel noch das Haus eines guten Freundes, Dieter, in der Nähe von Vetlanda zu erreichen.
Sonntags gegen 03:00 Uhr hatten wir das Zelt aufgebaut und gingen nach den ersten Bieren zu Bett. Mit Wasser versorgten wir uns während der gesamten Fahrt mithilfe von Kanistern bei hilfsbereiten Nachbarn und anderen Schweden, an Tankstellen und Mc Donalds-Restaurants.

Hier in Vetlanda hielten wir uns einige Tage auf, kauften ein, grillten,  tranken und tankten.